Zurück ins Leben

Therapeutische Aktivierung in unserer Abteilung
für Geriatrische Rehabilitation


„Geriatrische Rehabilitation ist die Rückführung eines geriatrischen Patienten zur größtmöglichen Selbstständigkeit in einem selbstbestimmten Alltag, wenn nach einer Akuterkrankung oder aus einer anderen Entwicklung heraus Behinderung oder Pflegebedürftigkeit droht oder bereits eingetreten ist."

Definition der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie Bayern e.V.

Ob nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder einer größeren
Operation: Sehr häufig benötigen Patienten im Anschluss an die
stationäre Behandlung in einer Klinik rehabilitative Maßnahmen,
um zurück zu einem selbstbestimmten Alltag zu finden. Das gilt
insbesondere für ältere Menschen, die „Multimorbidität“ auf-
weisen, das heißt: nicht nur eine einzige, sondern gleich
mehrere schwerwiegende Erkrankungen.

Diese älteren Patienten finden Aufnahme in unserer Abteilung
für Geriatrische Rehabilitation mit ihren 42 Betten. „Zurück
ins Leben“ – so lautet unser Motto: Mit Hilfe einer umfassenden
Befunderhebung, einer exakt auf Ihr individuelles Krankheitsbild
abgestimmten therapeutischen Aktivierung und professioneller
pflegerischer Betreuung wollen wir Ihre Gesundheit soweit
wiederherstellen, dass Sie ein Maximum an Lebensqualität erreichen.

„Das Bett ist der Freund der Jugend, aber der Feind des Alters.“

Im Rahmen Ihres Reha-Aufenthalts bieten wir Ihnen auf Basis
der klinisch notwendigen Behandlung ein umfangreiches
pflegerisches und therapeutisches Übungsprogramm an.
Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, Sie zu aktivieren, zu
mobilisieren und Ihnen das mögliche Höchstmaß an Selbst-
ständigkeit zurückzugeben. Alle Behandlungen führen wir
nach anerkannten Konzepten (zum Beispiel nach Bobath,
Brügger, Affolter) als Einzeltherapie oder in der Gruppe durch.

Unsere Abteilung zeichnet sich auch dadurch aus, dass Ihr
ganzer Tagesablauf aktivierend gestaltet ist – er unterscheidet
sich deutlich von dem einer üblichen Krankenstation. So sind
unsere Patienten tagsüber in der Regel vollständig angekleidet
und halten sich so wenig wie möglich im Bett auf, denn:
„Das Bett ist der Freund der Jugend, aber der Feind des Alters.“

Erkrankungen mit Reha-Empfehlung

Eine Geriatrische Rehabilitation ist geeignet bei allen Erkrankungen, die plötzlich oder fortschreitend zum Verlust der Beweglichkeit, Belastbarkeit und Selbstversorgungsfähigkeit führen. In der Regel werden diese Erkrankungen zuerst akutmedizinisch in einem Krankenhaus behandelt. Anschließend erfolgt die therapeutische Aktivierung in der Geriatrischen Rehabilitation.

Ob in Ihrem persönlichen Fall eine Geriatrische Rehabilitation
möglich und angeraten ist, bespricht Ihr derzeit behandelnder
Arzt am besten mit den Ärzten unserer Abteilung. Hier haben
wir für Sie eine Reihe häufiger Erkrankungen aufgelistet, nach
denen eine Geriatrische Rehabilitation Erfolg verspricht:

Erkrankungen aus dem internistischen Bereich

• Herz- und Kreislauferkrankungen,
z.B. Herzinfarkt, Herzschwäche
• Diabetes mellitus und seine Folgen
• Ernährungsstörungen
• Gefäßerkrankungen
• Rheumatische Erkrankungen
• Lungenerkrankungen

Erkrankungen aus dem orthopädisch-chirurgischen Bereich

  • Knochenbrüche, z.B. Oberschenkelhalsbruch
  • Gelenkersatz, z.B. Hüfte oder Knie
  • Osteoporose
  • Degenerative Gelenkerkrankungen (Arthrosen)
  • Amputationen
  • Chronische Schmerzen
  • Nach schweren Operationen

 

Erkrankungen aus dem neurologisch-psychiatrischen Bereich

  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Altersdemenz
  • Altersdepression
  • wiederholte Stürze (Sturzsyndrom)

Der Weg in unsere Geriatrische Rehabiltation

Egal ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind:
Voraussetzung für die Aufnahme ist die schriftliche Bestätigung
Ihrer Krankenkasse für die Kostenübernahme. Andernfalls können
Sie unser Behandlungsangebot gerne auch als Selbstzahler nutzen.
Für den Antrag zur Kostenübernahme gibt es ein Formular
(„GRB-Antrag“).

Sollten Sie derzeit im Krankenhaus sein, wird Ihr Stationsarzt
zusammen mit dem Sozialdienst den Antrag für Sie stellen,
ansonsten kann dies Ihr Hausarzt für Sie übernehmen.